Verlauf

Blutegel in der Praxis, Teil 2


18. November 2021

Wie im 1. Teil unserer Blog-Serie über Blutegel und deren Einsatz in unserer Praxis schon erwähnt, wird in Deutschland und speziell in unserer Praxis, die Blutegeltherapie hauptsächlich zur Arthrosebehandlung eingesetzt. Dabei sind die Einsatzmög­lich­kei­ten noch viel umfangreicher.
In Russland z.B. gibt es Kliniken, wie die Ogulov Klinik in Moskau, die sich ganz auf die Anwendung mit Blutegeln (und Bienen) spezialisiert haben. Hier werden u.a. gynäkologische Erkrankungen, Augen- und Zahnfleischer­kran­kun­gen mit Blutegeln behandelt.
Auch in Deutschland und anderen westlichen Ländern werden auch schon mal in einigen wenigen Krankenhäuser Blutegel unmittelbar nach Operationen im Bereich der frischen Narbe angesetzt, was zu einer deutlich verbesserten Wundheilung führt.
Aber diese alternativen Methoden sind in der westlichen Medizin eher die Ausnahmen.

Arthrosebehandlung mit Blutegeln an Finger und Händen wird bei uns am zweit häufigsten angefragt. Für Patienten mit dieser Erkrankung ist schulmedizinisch nicht viel Hilfe möglich. Bis auf sehr starke Schmerzmittel kann der Arzt hier in den meisten Fällen wenig machen.
Für diese Patienten bedeutet ihre Erkrankung aber eine enorme Einschränkung ihrer Lebensqualität – jeder Gesunde möge sich an dieser Stelle nur mal vorstellen, dass es ihm nicht mehr möglich wäre, auch nur eine Flasche zu öffnen oder ein Messer zu halten, um sich ein Brot zu schmieren oder Kartoffeln zu schälen.
Eine unserer ersten Patientinnen die wir 2013 mit Blutegeln behandelt haben, kam genau mit diesen Beschwerden zu uns: um eine Seltersflasche zu öffnen brauchte sie eine Greifhilfe und Kartoffeln konnte sie selbst nicht mehr schälen. Dabei war sie aber sehr stolz darauf, dass sie mit ihren 81 Jahren ansonsten noch absolut selbstständig lebte.

Hier kamen nun unsere Egel ins Spiel.
Die Behandlung läuft bis auf zwei Unterschiede genauso ab wie bei der Kniearthrose im Teil 1.
Der erste Unterschied ist, dass die Vorbehandlung am Kreuzbein entfällt und somit sofort an den Fingern gestartet werden kann. Der zweite Unterschied ist, dass die Egel überall woanders am Körper lieber beißen, als an den Fingern. Da gibt´s einfach nicht viel zu holen für so einen Egel und deshalb dauert das Ansetzen hier etwas länger wie sonst üblich.

Wenn alle Blutegel da sitzen, wo wir sie gerne haben wollen, heißt es für den Patienten wieder warten.
Nach einer Stunde werden dann wieder die Egel abgenommen, die bis dahin noch nicht von selbst abgefallen sind und die gesamte Hand wird in einen dicken Verband verpackt, um die (gewünschte) Nachblutung aufzufangen.

In den meisten Fällen reicht diese eine Behandlung aus, um deutliche Linderungen der Beschwerden zu erfahren.
Wir empfehlen aber trotzdem, das Ganze innerhalb von sechs Wochen noch einmal zu wiederholen, um das Ergebnis noch nachhaltiger zu machen.

Die oben genannte Patientin hat unseren Rat befolgt und jede Hand zweimal mit den Blutegeln behandeln lassen, obwohl sie nach nur einer Behandlung an der linken Hand sofort schmerzfrei war und an der Rechten eine deutliche Schmerzlinderung spürte. Nach dem zweiten Termin für die rechte Hand war auch diese schmerzfrei.
Sie kam ein paar Wochen später noch einmal in unserer Praxis vorbei, um uns ganz glücklich zu erzählen, dass sie mit ihren Händen wieder alles machen kann und damit ihre Selbstständigkeit wieder zurück erlangt hat.

In einem kostenlosen Infogespräch klären wir Sie über alle Randbedingungen wie mögliche Kontraindikationen und Kosten auf.
Rufen Sie uns unter 03931 . 6 59 52 51 an und erfahren Sie die unglaubliche Wirkung der Blutegel.

Hier geht´s zu Blutegel in der Praxis, Teil 1.

P.S. Ich verzichte absichtlich in meinen Texten auf eine Verballhornung unserer schönen deutschen Sprache. Wem das nicht gefällt, der, die, das möge an den richtigen Stellen dann selbst Sterne und Pünktchen einsetzen, so wie es ihm/ihr-*-innen gefällt.






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Von:

Dirk JoenssonIch bin seit 2013 Heilpraktiker bei Vitalis. Schnell war klar, dass ich mich auf Schmerztherapien spezialisieren wollte, leiden doch sehr viele…