Verlauf

Wieder ein paar Generationsfragen


21. Oktober 2018
Alte Ansicht von StendalQuelle: www.genwiki.genealogy.net

Im September habe ich hier etwas über meine Gedanken zur menschlichen Evolution und dem Einfluss auf unsere heutige Lebensgestaltung geschrieben.

Ich möchte noch mal an der Stelle nachhaken, weil ich das Gefühl habe, dass irgendetwas nicht stimmt mit uns und unserer heutigen Zeit:

Betrachten wir wieder die Menscheits­ge­schichte (siehe Blog vom September 2018) und gehen mal gedanklich 10 Generationen zurück – es gibt nur Biobauern, alle landwirtschaft­li­chen Erzeugnisse würden das Demeter – Siegel erhalten. Der Bio- und Ökotrend hat sich voll durchgesetzt, alle tragen ökologische Kleidung, die Kinder spielen nur mit Ökospielzeug – billiges Plastikspielzeug aus China ist out, Strahlenbelastung aus nicht natürlichen Strahlenquellen ist bei null, Elektrosmog wurde noch nicht mal erfunden, die Luft zum atmen ist klar und belebend bei jedem Atemzug und wenn es irgendwo qualmt, dann riecht es nach einem Holzfeuer (hoffentlich nur im Herd und nicht im Wald). Die Flüsse und Seen sind sauber und absolut klar. Fische kann man bedenkenlos essen, da das Wasser weder mit Hormonen, Pestiziden, Erdöl und anderen Chemikalien verseucht ist und die Fische auch nicht gezüchtet werden müssen und somit auch kein Antibiotika brauchen. Die Meere sind sauber. Sie sind nicht wie 250 Jahre später voll mit Plastikmüll, der aus Verpackungen stammt, in denen dann das Essen und die Kleidung eingepackt ist, um sie vor was zu schützen?

Und jetzt zack – wieder zurück in´s Hier und Jetzt!

Quelle: Fotolia

Quietsch-bunte Plastikflaschen in denen irgendwelche Chemikalien eingefüllt waren, die wir ja ach so dringend brauchten, treiben durch die Meere. Weil dieses bunte Zeug zu nichts weiter taugt und es vielleicht auch noch stinkt und es zuviel davon gibt, landet es eben im Meer, da sieht´s ja keiner.

Wir haben es doch tatsächlich in nur rund 250 Jahren geschafft, aus einem Paradies auszuziehen.

Alles ist auf irgendeine Art vergiftet, alles ist krank: Systeme, Regionen, Organisationen, Menschen.

Über Öko´s“, die lieber wieder in dem o.g. Paradies leben wollen oder wenigstens für ihre Kinder einen Hauch davon haben wollen, wird im besten Fall bedauernd gelächelt, im schlimmsten Fall werden sie als radikale Aktivisten angeklagt, weil sie große Konzerne anprangern, uns und unsere Welt systematisch zu vergiften. Und das nur, weil sie das haben wollen, was wir schon immer hatten.

Und damit wir jederzeit erreichbar sind und auch immer aktuell unseren Facebook – Status prüfen können, werden wir dauerhaft mit hochfrequenten Funkstrahlen versorgt. Wer glaubt, dass Handystahlung doch gar nichts macht, sollte mal jemanden mit Elektrosmogallergie fragen, was der dazu sagt.

Sicherlich wird jetzt der eine oder andere sagen: ja aber damals gab es Hunger und die gesundheitliche Versorgung war schlecht, es gab nicht diesen Fortschritt wie heute und so weiter und so fort…

Meine Antwort dazu ist, dass es nicht darum geht in einer modernen Zeit mit all seinem Fortschritt und Annehmlichkeiten zu leben, sondern zu welchem Preis. Was ist jeder einzelne bereit dafür zu geben?

Gesundheit?
Kreativität?
Beziehungen?
Freiheit?

Wo wird es uns in weiteren 250 Jahren hin gebracht haben, dieses Tempo mit dem wir gerade unterwegs sind und aus unserem Paradis ausziehen?

Hierüber einmal nachzudenken, lohnt sich wirklich.






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Von:

Dirk JoenssonIch bin seit 2013 Heilpraktiker bei Vitalis. Schnell war klar, dass ich mich auf Schmerztherapien spezialisieren wollte, leiden doch sehr viele…

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